Exit Mosel

Exit Mosel

by Mischa Martini

NOOK Book1., Auflage (eBook - 1., Auflage)

$7.99

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Overview

Waldemar Bock genießt seinen Urlaub. Der Hauptkommissar, von allen nur Walde genannt, ist gerade zum zweiten Mal Vater geworden. Zwischen Windelwechseln und dem Versuch, Eifersüchteleien seiner vierjährigen Tochter Annika gegenüber der kleinen Schwester Mathilda zu beschwichtigen, informiert ihn seine Kollegin Gabi über einen neuen Fall. Am Moselufer ist ein Auto verbrannt und anschließend in die Mosel gerollt. Weil die Kollegen von der Wasserschutzpolizei eine Leiche im Laderaum des Lieferwagens entdecken, wird die Mordkommission eingeschaltet. Kaum beginnt das Team mit seinen Ermittlungen, gerät Waldes Kollege Grabbe selbst in höchste Gefahr.

Product Details

ISBN-13: 9783942429351
Publisher: Michael Weyand
Publication date: 10/28/2010
Sold by: Libreka GmbH
Format: NOOK Book
Pages: 240
File size: 1 MB

Read an Excerpt

Montagabend Sein Kopf pendelte hin und her, als hinge er nur noch an einem Faden. Mit großer Mühe befreite er sich aus dem Kokon der Ohnmacht. Seine Augen sahen nur Dunkelheit. Durch die Wattewelt drang ein auf- und abschwellendes Motorengeräusch. Etwas stieß hart gegen seine Stirn. Er wollte seine Hand zu der schmerzenden Stelle führen, aber sie nahm den Befehl nicht entgegen. Sein Kopf rollte zur anderen Seite. Nun zeichneten sich über ihm schwach die Konturen eines Fensters ab. Draußen huschte etwas wie der Reisigbesen einer Hexe vorbei. Er versuchte seinen Blick zu fokussieren. Aber es blieb nur das Grauschwarz, das wieder verschwand, als sein Körper durchgerüttelt wurde und sein Gesicht sich wieder der dunklen Seite zuwandte. Es musste ein Feldweg sein, über den der Wagen mit ihm holperte. Seine Augenlider senkten sich. Er zog sich wieder in den Kokon zurück. Als er zu sich kam, wusste er nicht, ob Sekunden oder Stunden vergangen waren. Im Schein der Innenleuchte erkannte er die Rückwand von Autositzen und eine kleine schwarze Plastikbox. Es war ein Verbandskasten, der ihm vorhin gegen den Kopf gestoßen war. Der Motor verstummte, die Handbremse wurde gezogen. Er versuchte, den Kopf zur Scheibe zu wenden. Seine Augenlider fielen schwer wie die Falltore einer Burg herunter. War das tiefe Brummen nur in seinem Kopf oder kam es von draußen? Er trudelte in einen freien Fall. Statt wie gewohnt aus dem oft durchlebten Albtraum aufzuwachen, glitt er wieder zurück in die Ohnmacht. Er hörte, wie eine Tür zugeschlagen wurde. Sein Kopf fühlte sich immer noch an, als wäre sein Gehirn in nasse Watte gepackt. Ein Schemen war draußen am Fenster. Das gleichmäßige Dröhnen wurde lauter. Wieder fielen seine Augen zu. Etwas platschte auf das Autodach. Durch die geschlossenen Augenlider nahm er einen Blitz wahr. Er öffnete die Augen. Die Helligkeit hielt an. Es roch nach Rauch. Sofort folgte die Hitze. Hatte ein Blitz den Wagen getroffen? Flammen breiteten sich prassend aus. Über ihm knackte das Fenster und zeigte das milchige Muster einer Eisfläche im Winter, die unter einem Wagemutigen splittert. Die Scheibe zerbarst und …

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